In diesem Video erfährst Du, warum Hoffnung nicht passiv, sondern aktiv ist, dass Du Dich nicht in Schmerzen ertränken, sondern sie fühlen und Dich von ihnen dahin tragen lassen sollst, und mit welchen drei Techniken Du Deine Stehaufmännchen-Mentalität trainieren und aufbauen kannst.

Hallöchen, ich grüße Dich! Der Impuls für diese Woche lautet: Hoffe. Sei es Dir wert! Ich habe jetzt gerade neulich eine Definition von Hoffnung gehört, die genau das ausspricht, was ich die ganze Zeit fühlte, aber nicht in Worte fassen konnte. Es ist von Bruder David Steindl-Rast, der sagte:

Hoffnung im spirituellen Sinn ist die Offenheit für Überraschungen.

Bruder David Steindl-Rast

Da bist Du wieder aktiv. Du bist aktiv offen.

Ich habe mich mal mit jemandem unterhalten, die sagte, sie mag das Wort „Hoffnung“ nicht, weil hoffen – ich paraphrasiere das jetzt – hoffen war für sie etwas Passives. Man muss darauf hoffen, dass etwas für sie geschieht. Sie war nicht selber aktiv. Wenn Du das Wort hoffen jetzt im spirituellen Sinn siehst, dass Du offen bist für positive Überraschungen, dann kommst Du weiter. Und das hilft Dir auch bei Schicksalsschlägen.

Ich weiß nicht, ob Du das Wort Resilienz kennst, im Englischen ist es „Resilience“? Ein anderes Wort dafür ist für mich das Wort „Stehaufmännchen-Mentalität“. Und die hilft Dir bei egal welchen Schicksalsschlägen: Welche Schicksalsschläge Du erlebt hast, egal welchen Schicksalsschlägen Du ausgesetzt bist. Nein, Du bist ihnen nicht ausgesetzt.

Welche Schläge Du gerade erlebst, in welchen Situationen Du gerade steckst: Du hast die Wahl, Dich von diesen Schlägen k.o. hauen zu lassen und nicht mehr aufzustehen, oder wieder aufzustehen. Und dazu brauchst Du diese Stehaufmännchen-Mentalität.

Und dazu möchte ich auch ein bisschen was sagen und da gehört auch die Hoffnung mit dazu.

Ich habe gerade heute ein Video gesehen von einer Dame, die heißt Lucy Hone. Sie hat über drei Schritte gesprochen, um zu dieser Stehaufmännchen-Mentalität zu kommen. Selbst, wenn Du denkst, du hast sie nicht, mit diesen drei Schritten hilfst Du Dir selber.

Das erste, sagte sie, ist dass die Menschen mit dieser Qualität wissen, dass es Schicksalsschläge gibt.

Nicht nur für andere, sondern auch für uns selber Es gibt sie. Punkt. Dieses Friede-Freude-Eierkuchen ist da, wo wir hin möchten. Das, was wir erleben möchten, aber rein aus spiritueller Sicht – und das bin jetzt ich, nicht sie:

Wir sind hier, um uns weiterzuentwickeln. Das Wort selber impliziert, dass wir von uns weggehen, dass wir von uns nach außen gehen. Aber ganz im Gegenteil! Bei der Weiterentwicklung kommst Du immer näher zu Dir selber. Und jeder Schicksalsschlag, den Du erfährst, hilft Dir dabei, immer näher zu Dir selber zu kommen. Und immer mehr zu erfahren, wie wichtig es ist, dass Du bei Dir ankommst und in Frieden bist.

Also Nummer eins ist: Das Wissen, dass es Schicksalsschläge gibt und auch wir diese Schicksalsschläge erfahren werden.

Nummer zwei ist die Praxis, immer wieder das Gute in einer Situation zu sehen. Egal, was passiert, es hat immer was Gutes.

Das ist auch das, was auch ich immer sage:

Alles, was uns geschieht, geschieht für uns, auch wenn wir es zuerst vielleicht nicht so sehen.

Egal, was geschieht: Es geschieht für uns, um uns auch wieder näher zu uns hinzubringen.

Lucy Hone, die diesen Vortrag gehalten hat, ihr Kind ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Nicht nur ihres, sie war zwölf, auch die beste Freundin ihrer Tochter und die Mutter. Also sie weiß auch, was es bedeutet, Verluste zu erfahren, Schicksalsschläge zu erfahren. Und sie sagte, was ihr dabei geholfen hat, war der Gedanke, dass dadurch, dass sie bei diesem Autounfall ums Leben kam, ging es schnell. Das heißt, das Kind musste nicht leiden und auch die Eltern, die Familie musste nicht lange leiden. Es ging schnell.

In jeder Situation gibt es einen Blickwinkel von dem aus es sich leichter anfühlt. Der Schmerz muss gefühlt werden. Du musst durch den Schmerz durch, Du musst den Schmerz an Dich heranlassen. Das ist so. Der Trick besteht darin, Dich nicht in diesem See der Schmerzen zu ertränken. Sondern sie zu spüren und Dich davon dahin tragen zu lassen, wo Du hin sollst.

Der dritte Punkt, sagt sie, ist die Frage: „Das, was ich tue: Hilft mir das oder schadet mir das?“

Wenn Du zum Beispiel diesen Schmerz nicht spüren möchtest und Du greifst zur Flasche Wein oder sonstigen Sachen, um ihn zu betäuben – irgendwas, um ihn zu betäuben: das kann Alkohol sein, das können Drogen sein, das kann Netflix-Marathon sein, sich mit anderen über andere zu unterhalten: Alles, was einen von sich selber ablenkt, hilft Dir nicht, es schadet Dir. Bei allem, was Du tust, frage Dich: Hilft es Dir oder schadet es Dir?

Es muss nicht nur um Schmerzen gehen. Auch, wenn Du Ziele hast, wenn Du etwas erreichen möchtest. Wenn Du zum Beispiel ein Business starten willst, hast dann aber Skrupel, Bedenken, oder was auch immer: Du lenkst immer wieder davon ab. Du gehst den Weg nicht dahin, sondern Du suchst immer wieder Ausflüchte. Anstatt Marktforschung zu betreiben, hängst Du stundenlang auf Facebook fest. Frage Dich: Hilft es Dir oder schadet es Dir? Facebook selber schadet nicht, aber wenn es Dich von Deinem eigentlichen Ziel abbringt, ist es nicht gut für Dich. Denn dann machst Du Dir wieder selber Vorwürfe. Atme durch!

Lass das alles mal sacken. Ich weiß auch nicht, in welcher genauen Situation Du jetzt bist, aber ich weiß, es ist gerade gut für Dich.

Ganz, ganz wichtig: Wir alle tragen Schmerzen in uns, wir alle haben schon unsere Schicksalsschläge erlebt. Sei es in der Kindheit, in der Jugend, im Erwachsenenalter: immer und immer wieder.

Wie gehst Du damit um? Hast Du Hoffnung? Bist Du offen dafür, dass es eine positive Überraschung gibt?

Du brauchst genauso viel Energie dazu, mit dem Schlimmsten zu rechnen, wie Du Energie brauchst, mit etwas Gutem zu rechnen. Versuch’s mal!

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine hoffnungsvolle, friedliche Woche! Tschüss!

Kategorien: Videoimpuls

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