Heute geht es ums Annehmen, und was Dir dabei hilft, auch Ja zu den Dingen, Menschen und Situationen zu sagen, die schmerzen.

Hallöchen, ich grüße Dich. Der Impuls für diese Woche lautet: Sage ja. Sei es Dir wert. Klingt simpel, ist es aber nicht. Denn dieses Ja sagen ist nicht nur Ja zu den schönen Dingen, sondern auch Ja zu den Dingen, die wir überhaupt nicht wollen, die uns das Herz brechen, die wir nicht verstehen können.

Der Grund, dafür – und ich spreche jetzt aus rein energetischer Sicht, und das mag Dir vielleicht helfen, aus der Situation, in der Du gerade bist, herauszukommen: Wenn Du im Hier und Jetzt bist und voll im Materiellen drin bist, fällt es Dir mit Sicherheit schwer, Ja zu sagen. Da hilft es, ein zwei Schritte zurückzugehen und von der energetischen Sicht draufzuschauen. Das kannst Du auch.

Rein energetisch gesehen: Wenn wir Ja sagen, fließt die Energie:

Da kommt das – Jo.
Da ist ein Mensch, den mag ich nicht – Jo, muss ich aber auch nicht.
Da ist eine Situation, die überfordert mich gerade – Ja, das ist so.

Sobald wir sagen: „Nein, will ich nicht! Da ist ein Mensch, dessen Gesicht passt mir gar nicht!“ stoppt die Energie direkt bei uns. Und dann fließt da nichts, denn wir sind diejenigen, die Nein sagen. Und dadurch stoppt der Energiefluss.

Je öfter wir Nein sagen, desto mehr Energie stockt auf verschiedenen Ebenen. Und das wirkt sich dann im Körper aus, in der Psyche, im allgemeinen Wohlbefinden.

Der Schlüssel liegt darin, Ja zu sagen. Es ist überaus schwierig von ständigem Nein-Sagen auf Ja-Sagen zu kommen, das schaffst Du nicht. Es gibt kleine Zwischenschritte, die Dir das ermöglichen können, die Dir dabei helfen können.

Atmen ist immer wieder toll. Atmen ist erste Hilfe für alles. Du atmest.

Dann kannst Du Dich öffnen für die Möglichkeit, dass es so sein soll, wie es ist; dass du Ja sagen kannst. Hauptsache Du öffnest Dich für die Möglichkeit. Dann ist da keine Steinmauer mehr davor in siebenfacher Ausfertigung, sondern es wird durchlässiger, weil dann die Möglichkeit da ist.

Du musst ja gar nicht wissen, wie das funktioniert, der wie es möglich sein kann.

Die Hauptsache ist, für die Möglichkeit offen zu sein. Es gibt so viele verschiedene Blickwinkel auf Dinge, da gibt es mit Sicherheit irgendwo eine Möglichkeit. Ja ich weiß, ein Teil in Dir sagt bestimmt: „Nein, das ist nicht so. Es war schon immer so und bla, bla, bla.“ Ja, das mag bei Dir schon immer so gewesen sein, das heißt aber nicht, dass andere dieselbe Erfahrung gemacht haben.

Nimm Dir zum Beispiel irgendwo einen Sachbearbeiter, mit dem Du überhaupt nicht klarkommst. Und Deine Sicht auf diesen Sachbearbeiter ist: Er ist ein Idiot, er ist kleinkariert, er ist ungeduldig, der hat keine Empathie.“ Was auch immer. Das ganze Programm. Ein anderer Mensch – derselbe Sachbearbeiter, anderer Kunde – sagt: „Boah, total genial! Der hört mir immer zu, er ist immer bereit, irgendeine Lösung zu finden.“ Derselbe Sachbearbeiter, zwei verschiedene Menschen. Beides ist wahr. Es hilft nämlich auch zu erkennen, dass es mehr als eine Wahrheit gibt.

Es gibt meine Wahrheit und die von dem, dem und dem. Und noch eine Million mehr Wahrheiten. Und alle dürfen nebeneinander existieren.

Nur weil ich sage, das ist meine Wahrheit und Du sagst, das ist Deine Wahrheit, heißt das nicht, dass ich Recht habe und Du Unrecht oder umgekehrt.

Stell Dir vor, da ist eine riesig große Kugel. Du sitzt davor und auf der anderen Seite ist auch noch jemand. Deine Hälfte der Kugel ist schwarz und Du sagst: „Die Kugel ist schwarz!“. Der Mensch auf der anderen Seite sagt, seine Kugel ist weiß, weil seine Hälfte weiß ist. Ihr beide habt Recht. Ihr habt jetzt die Möglichkeit, Euch anzufeinden und zu sagen: „Du Idiot Du bist ja farbenblind! Die ist ja weiß!“ (oder schwarz, je nachdem, auf welcher Seite Du gerade bist), oder Du kannst sagen: „Ist ja interessant, lass mal schauen. Denn meine ist weiß, Du sagst, Deine ist schwarz. Ich glaube, schwarz-weiß-Farbenblindheit gibt es gar nicht. Lass doch mal schauen, schick doch mal ein Bild.“ Oder was auch immer.

Sei offen für die Möglichkeit, dass es mehr als eine Wahrheit gibt.

Und ja, es gibt Situationen, die sind sehr, sehr schwer anzunehmen, vor allem wenn es um Existenzängste geht, wenn Du nicht weißt, wie Du Deine Miete zahlen sollst, wenn Du nicht weißt, wie Du Deine Kinder füttern sollst … Dann ist für uns Menschen am schwierigsten, für eine Lösung offen zu sein, weil wir total im Stress sind. Das ist Überlebensstress.

Rein von der Evolution der Menschheit her gibt es verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren:

  • Angriff
  • tot stellen – also die Sache ignorieren –
  • oder weglaufen.

Das ist die normale Stressreaktion.

Dazu kommt dann noch – und das ist auch wieder ein ganz großes Thema – dass viele von uns aus der Kindheit mit Entwicklungstrauma vorbelastet sind. Das heißt, wir haben es nicht gelernt auf Situationen gesund zu reagieren, wir haben nicht gelernt, auf Stress zu reagieren.

Deswegen ist es ganz, ganz wichtig, dass wir jetzt im Hier und Jetzt und jetzt als Erwachsene damit anfangen, zu lernen, uns selber zu regulieren.

Oft sind wir dann entweder total hibbelig und nervös und aufgedreht, und sagen: „Ah, ich muss jetzt aber das, das, das und das machen …“ oder wir fallen in Lethargie und Depression. In der Mitte, dieses Toleranzfenster nennt man das, befinden wir uns dann recht selten. Es ist möglich, es zu lernen.

Atmen hilft immer wieder. Klopfen ist eine Methode, die hilft, Dich runter- oder auch wieder hochzuregulieren. Jede Art von körperlicher Arbeit, sei es Sport treiben, sei es wie gesagt Klopfen, Somatic Experience, was auch immer es ist, hilft dabei, den Energiefluss in Dir wieder anzuregen. Entweder wie gesagt, wenn Du total aufgeregt bist, ihn wieder runterzuholen, oder wenn Du total lethargisch bist, ihn wieder hochzuholen. Es geht.

In so Situationen ist es total wichtig, dass Du Dich zuerst um Dich kümmerst.

Ich weiß, Du hast Deine Kinder, ich weiß, Du hast dieses, jenes und dieses Problem.

Wenn Du aber nicht funktionsfähig bist, ist das wie ein Ripple-Effekt, wie eine Wellenbewegung: Alle anderen werden auch nicht funktionsfähig sein.

Deine allererste Pflicht, Dir selber und Deinen Liebsten, den Menschen in Deiner Umgebung gegenüber, ist es, Dich selber wieder zu Dir zu holen, in Deine Mitte zu kommen. Und das kannst Du schaffen. Auch, wenn es sich jetzt vielleicht nicht so anfühlt.

Atmen, irgendwelche körperliche Arbeit. Klopfen ist die einfachste Möglichkeit. Ich verlinke ein Video, das ich dazu gemacht habe. Da geht es zwar um Bluthochdruck, aber Klopfen geht immer.

Die einfachste Art und Weise ist, die acht Punkte durchzuklopfen. Da musst Du nicht viel zu sagen.

Die dritte Variante ist Dir den ganzen Kummer von der Seele zu schreiben. Es nutzt nichts, wenn Du immer wieder darüber sprichst, und immer wieder dieselbe Geschichte wiederholst. Damit kommst Du nicht raus.

Intention setzen ist auch wichtig. Einmal mit der Intention alles aus Deinem Körper zu holen. Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass sich Stress in unserem Körper ablagert. In unseren Zellen, in unseren Gelenken, in unseren Muskeln, in unseren Organen … Dieser Stress darf auch aufgelöst werden. Da ist nicht nur der Stress aus dem Alltag – und der ist schon groß – da lagert sich auch der Stress ab, den wir zum Beispiel von unseren Vorfahren übernommen haben. Das bleibt im System. Auch das ist wissenschaftlich bewiesen. Das ist mit in der DNA enthalten. Unaufgelöste Traumata – egal, ob das unsere eigenen sind, oder übernommene, sie sind noch da, halt unaufgelöst.

Self-Care, also sich um sich selber zu kümmern, ist der Schlüssel.

Atmen
Klopfen
Von der Seele schreiben

Hilfe suchen und annehmen.

Das kann alles sein von Freunden, die für Dich da sind. Achte drauf: Wenn es Menschen sind, die sich Dir nicht öffnen können, die nicht Dein Bestes wollen oder können, die immer nur auf sich selber konzentriert sind, und die immer nur das Schlechte sehen, die helfen Dir nicht.

Achte darauf, mit welchen Menschen Du Dich tagtäglich umgibst, welche Energie sie ausströmen.

Freust Du Dich, wenn Du sie siehst? Oder ist das eher „Jetzt können wir zusammen über die ganze Sch… reden, durch die wir gerade gehen.“? Bringen sie Dich gefühlstechnisch nach oben oder ziehen sie Dich runter? Alle die, die Dich runterziehen: Schau mal, ob Du meinst, das ändert sich noch. Wenn nicht, lass sie gehen. Auch wenn Du eventuell irgendwann mal für kurze Zeit alleine dastehen solltest, was nicht der Fall sein wird, wenn Du offen bist für Neues, wenn Du offen bist für die Lösung. Das ist nämlich schon wieder der nächste Schritt bzw. einer der Schritte:

Sei offen für die Lösung.

Was Dir auch hilft ist, immer wieder mal aus dem Alltag herauszukommen.

Wenn Du immer wieder denselben Alltag hast – und Du hast vielleicht gar kein Geld, in einen Verein einzutreten oder irgendwas zu machen. Es gibt eine Seite, die heißt Meetup.com. Gib Deinen Ort ein. Vielleicht gibt es ja irgendwelche Wandergruppen, oder irgendwelche Gruppen, die sich regelmäßig treffen. Spieleabende: Wenn es keine gibt, dann initiiere eine, wenn Du gerne spielst. Wenn nicht, dann halt was anderes.

Wenn es Dir körperlich nicht gut geht, wenn Du Reha-Sport machen könntest: Gehe zum Arzt, lass Dir Reha-Sport verschreiben. Dann bist Du ein bis zwei Mal pro Woche auch in einer Gruppe. Du kannst Dein Leben verändern. Diese Gruppen sind vormittags, nachmittags, also selbst wenn Du Kinder hast und die sind vormittags im Kindergarten oder in der Schule, dann kannst Du vormittags dahin. Es gibt Wege. Sei offen dafür.

Sei offen für die Möglichkeit einer Lösung. Sei offen, dass sich Dir Wege zeigen.

Es gab mal einen Film: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug. Ist ewig alt. Da ist eine Szene, die ist für ewig in meinem Kopf „eingeritzt“. Sie ist relativ am Ende:

Indiana Jones ist in einer riesigen Höhle und sucht nach dem Heiligen Gral. In dieser Höhle gibt es riesige Berge. Er steht auf dem Berggipfel des einen Berges und er sieht den Gral auf der anderen Seite. Und dazwischen ist kilometerweit nichts, außer Abgrund. Er weiß, er muss darüber. Er weiß, dass wenn er geht, sich der Weg unter ihm zeigt. Er wird nicht in den Abgrund fallen. Rein von der Logik her: Wenn Du einen Schritt ins Nichts machst, und da ist ja gerade nichts, und Du machst einen Schritt, dann stürzt Du ab. Also rein von der Logik her, ist das so. Dann aber auf Dein Herz zu hören und auf die innere Stimme, die Du hast, dann kannst Du Dich fallen lassen und sagen: „Okay, ich gebe es ab. Du hast gesagt, da ist ein Weg, dann ist da ein Weg.“ Indiana Jones wählte diesen Weg, und dann kommt da ein Weg, ein gläserner Weg. Und Schritt für Schritt kommt er dann auf diesen Heiligen Gral zu, ohne abzustürzen Und dasselbe passiert auch immer wieder im Leben, wenn Du bereit bist.

Es gibt häufig Glaubenssätze in uns, die uns zurückhalten wollen. Aber frage Dich:

Bist Du bereit für etwas Neues?
Bist Du bereit, raus aus der Situation, die sich so schlecht anfühlt?
Bist Du bereit zu glauben, dass es besser sein kann?
Bist Du bereit, Dich für die Möglichkeit zu öffnen?

Vor ein paar Jahren war es bei mir so ähnlich. Mir wurde eine Frage gestellt. Sie lautete:

Was war Dein größter Schmerz?“

Ich wusste, ich hatte ihn mir noch nicht angeschaut. Und ich wusste, es hat mich runtergezogen. Auch wenn ich es in dem Moment nicht gemerkt hatte. Aber an dem Abend habe ich gesagt: „Jo, ich habe keinen Bock mehr. Ich will mir das anschauen. Ich will das auflösen. So wie es ist, will ich es nicht mehr, ich will es neu.“ Ich habe dann aktiv etwas dafür getan: Ich habe eine Dame kontaktiert, von der mir Wochen vorher in einem ganz anderen Gespräch gesagt wurde, dass sie ein richtig guter Coach sei. An diesem Abend kam ich gegen 23 Uhr nach Hause und habe eine E-Mail an sie verfasst. Ich schrieb: So und so sieht es aus, ich brauche Hilfe, wie sieht es aus: Willst Du mir helfen? Ich schicke die E-Mail ab und mit dem Absenden ist eine Last von mir abgefallen! Ich habe mich so toll gefühlt ich war so befreit, so fröhlich. Ich bin wirklich hüpfend durch die Wohnung gelaufen. Meine Grundenergie ist vom Keller nach oben gekommen. Ich war war seitdem fröhlich und frei und offen. So das mich Menschen, die mich vorher kannten, angesprochen haben und mich fragten: „Ey Iris, was ist den mit Dir los? Du bist ja immer so gut gelaunt!“.

Für sich die Entscheidung zu treffen: „Jo, ich will es ändern. So, wie es ist, ist es sch…. Ich will es ändern!“ und aktiv etwas dafür zu tun – das katapultiert Dich nach vorne.

Es wird zwischendrin immer wieder mal Situationen geben, wo Du denkst: „Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr.“ und dazu kommt dann wieder diese Hilfe, die Du Dir anforderst: Hilfe von Profis, Hilfe von Freunden, Hilfe von den Menschen um Dich herum. Und dann auch lernen, diese Hilfe anzunehmen, Ja dazu zu sagen.

Sage Ja zu dem was ist.
Sage ja dazu, dass es die Möglichkeit gibt, es zu verändern.
Und sage Ja dazu, diese Veränderung anzunehmen.

In dem Sinne wünsche ich Dir eine total geniale Woche. Ciao!


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