Das ist die Überschrift meines Lebens. Und gerade erlebe ich eine solche Dankbarkeit für mein Leben, für die Menschen, Tiere und anderen Energien in meinem Leben, dass mein Herz ganz weit ist.

Es ist schon etwas länger her, dass ich von mir habe hören lassen. Mein Leben war sehr angefüllt. Ich nehme an, bei Dir war es auch so? Bei mir war von allem etwas dabei – Liebe, Trauer, Tod, Freude, Dankbarkeit, Zweifel, Gewissheit, Krankheit, Heilung, Kreativität, Lethargie, Einsamkeit, Verbundenheit und noch so einiges mehr.

Ich habe erkannt und gelernt, dass alles gleichzeitig sein darf und dass das Konzept von „entweder oder“ zu den Dingen gehört, die in der alten Zeit zurückbleiben dürfen.

Ich habe gelernt (bzw. lerne noch, denn es bedarf Übung) das Wort „aber“ mit den Worten „und gleichzeitig“ zu ersetzen. Denn mit jedem „aber“ hindern wir uns selber. Jedes „aber“ ist der Fuß auf der Bremse, während der andere Fuß auf dem Gaspedal liegt.

„Ja, die Sonne scheint, aber das bedeutet, dass die Natur nicht genug Wasser bekommt.“ wird dann zu „Ja, die Sonne scheint und gleichzeitig bedeutet das, dass die Natur nicht genug Wasser bekommt.“

Das „aber“ mindert die Freude an der Sonne. Scheint die Sonne, lacht das Herz. Und gleichzeitig stimmt es, dass die Natur mehr Wasser braucht. Du hast jetzt die Wahl, Dich der Ohnmacht hinzugeben und mit der Natur mitzuleiden, Bilder und Videos zu suchen, die belegen, wie schlecht es um die Natur steht.

Das hilft Dir nicht, es hilft der Natur auch nicht. Du kannst konkret etwas tun, was in Deiner Macht liegt. Zum Beispiel kannst Du jeden Tag ein bis drei Eimer Wasser (oder den Wasserschlauch) nehmen und damit den Straßenbaum vor Deinem Haus wässern. Dadurch fühlt Ihr Euch beide besser.

Das wären konkrete Schritte, um von der Ohnmacht in die Eigenmacht zu kommen. So sehr ich es liebe, zu philosophieren, zu fühlen, zu denken – gleichzeitig liebe ich konkrete Schritte, die den Alltag erleichtern. 🙂

Das Gefühl der Ohnmacht zeigt sich im Leben jedes Einzelnen immer wieder mal. Es ist ganz normal und gehört zum Leben. Das Leben lehrt uns auch gleichzeitig Wege, um sich seiner eigenen Macht wieder zu erinnern – oder stellt uns Menschen zur Seite, die es für uns tun. 🙂

Ohnmächtig fühlte ich mich beispielsweise Ende Mai, als ich plötzlich vor der Frage stand, ob ich meinen Hund Pencho einschläfern lassen sollte oder nicht. Ich wollte die Verantwortung nicht tragen, fühlte mich überfordert, es gab so vieles, was ich bedenken sollte/wollte/musste. Es gab Hoffnung und Perspektiven. Und es gab meine innere Stimme und Zeichen. Darauf kam es an, auf meine innere Stimme und auf die Zeichen, die ich erhielt. Erst, als ich mich bewusst zurückzog, durchatmete, die Stimmen im Außen ausblendete und in mich hineinfühlte, erst dann war die Antwort glasklar. Und sie stärkte mich. Und dann gab es neue Perspektiven, neue Hoffnung. Sie verunsicherten mich. Also beobachtete ich. Mich. Den Hund. Und ich fühlte. Ich wurde wieder sicherer. Dann holte ich eine letzte Meinung ein, ließ einen weiteren Blickwinkel zu. Das rundete das Bild ab. Alle Informationen, die mir vorlagen, kombiniert mit meinem inneren Wissen und den Zeichen, führten zu einer klaren Entscheidung. Sie war nicht einfach und gleichzeitig war sie klar.

Von der Ohnmacht in die Eigenmacht

Das nächste Beispiel erlebte ich vor ein paar Tagen. Plötzlich und unerwartet kam in einem Gespräch mit einer Freundin die Ohnmacht auch wieder hervor. Ich war von einem Moment zum nächsten voller Zweifel und Angst, eine Idee umzusetzen, die ich hatte. Ich war mir dieser Angst bis zu dem Zeitpunkt gar nicht bewusst.
Und dann war die Stimme meiner Freundin in meinem Ohr, die mir zumutete und all die Dinge sagte, die den alten Ängsten und Zweifeln in mir neue Wege aufzeigten, die sie gehen konnten. Diese Wege führten raus aus dem aktiven Teil meines Systems und machten Platz für Klarheit. Fünf Minuten später hatte ich diese Klarheit, die mir bis dahin fehlte.

Schritte, die mir aus der Ohnmacht heraushelfen:

  1. Bewusst machen.
    Wo fühle ich mich ohnmächtig?
  2. Dieses Gefühl annehmen.
    Ja, es ist gerade so. Punkt.
  3. Durchatmen.
    Komme wieder bei Dir an.
  4. Loslassen.
    Lasse alle Stimmen im Außen los. Und die boykottierenden inneren Stimmen. Schmeiße Vergleiche mit anderen direkt mit auf den Haufen, den Du loslässt.
  5. Sortieren.
    Entweder neu sortieren oder aussortieren. Was fühlt sich in dieser Situation für mich stimmig an? Ohne Wenn und Aber!
  6. Vertraue Deinem Gefühl.
    Wenn es sich richtig, gut und rund anfühlt, ist es das auch. Auch ohne Wenn und Aber.
  7. Setze es um.

Welche Erfahrungen hast Du mit Ohnmacht? Wie gehst Du mit ihr um?

Mögest Du die Ohnmacht als Teil des Lebens anerkennen und mögen Dir die Wege in Deine eigene Macht immer leichter fallen, das wünsche ich Dir.

Iris Ludolf | energetisch-systemische Lebenshilfe

[PS. Schau mal nach jedem „gleichzeitig“, das ich schrieb. Bei fast allen stand da vorher ein „aber“. Ich lerne. :)]


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