Ängste sind nicht so schlimm wie ihr Ruf. Was hinter ihnen steckt, und was Du tun kannst, das erfährst Du in diesem Video.

Hallöchen, ich grüße Dich! Der Impuls für diese Woche lautet: Stell‘ Dich Deinen Ängsten. Sei es Dir wert.“

Und ja es braucht wirklich sehr viel Mut, vor allem braucht es sehr viel Achtsamkeit, um erst einmal herauszufinden, dass da eine Angst ist. So ein als: „Nee, will ich nicht“. Denn hinter jedem „Will ich nicht!“ steckt eine Angst. Die Angst muss keine große sein, dass Du Angst vor Spinnen hast oder Angst rauszugehen oder was auch immer. Die zeigen sich häufig auch im Kleinen.

Und die Kleinen sind die, die das größte Potenzial haben, artig ihre Heilwirkung zu zeigen, wenn Du Dich ihnen stellst und Dir somit zeigst, dass Du ganz bei Dir bist.

Und so gehst Du … und so gehe ich vor. Du kannst vorgehen, wie Du willst. Aber so wie ich vorgehe, so hilft es mir halt.

Wie gesagt, wenn ich merke, dass da ’ne Angst ist, so ein „Ich will das eigentlich nicht“ oder „Das will ich nicht“ oder was auch immer, gehe ich zurück, nehme mir den Raum und die Zeit zum Reflektieren und frag‘ mich:

Was ist es eigentlich genau, was ich nicht will?
Was steckt da für eine Angst dahinter?
Was sind das für Gedanken, die in mir gerade kursieren?
Und in welche Richtung gehen die?
Und will ich die Richtung?

Hinter jeder Angst stehen Gedanken. Wenn wir uns unserer Gedanken nicht bewusst sind, sind wir uns auch unserer Ängste nicht bewusst.

Und das ist nämlich das ganz ganz Wichtige: sich unseren Gedanken bewusst zu werden. Die Gedanken fließen den ganzen Tag zig Tausend Mal. Und meist sehr unbewusst. Dieses Unbewusste kreiert unser tägliches Leben. Deswegen wenn Du mit Deinem Leben in irgendwelchen Aspekten unzufrieden bist, dann schau doch mal, wo Deine Gedanken sind. Schau doch mal, wie Dich Deine Gedanken fühlen lassen.

Und immer, wenn Du Dich als Opfer fühlst oder als „Da kann ich nichts machen“, frage Dich mal wirklich und sei ehrlich, weil in all den Prozessen ist Ehrlichkeit zu Dir selber das Wichtigste. Frag‘ Dich: Kannst Du das wirklich nicht oder willst Du das nicht? Und wenn Du das nicht willst: Warum nicht? All die Fragen gehören zu diesem Prozess dazu.

Angst zeigt sich auf verschiedene Arten und Weisen.

Neulich habe ich auf Facebook eine kleine Geschichte erzählt, wie ich mit meinen Hunden rausgegangen bin. Es war richtig schön. Ich war entspannt. Sonnenuntergang. Es war herrlich. Und von ganz weitem sehe ich eine Gestalt so laufen, auch so in meine Richtung. Einer meiner Hunde ist sehr langsam und so waren wir halt wirklich sehr langsam. Ich habe immer wieder mal nach hinten geguckt und sah die Gestalt immer näher kommen und war immer noch entspannt. Bis ich merkte, dass die Gestalt ein Mann ist. Und dann merkte ich, wie ruhig auf einmal das bei mir war. Dass da keine andere Menschenseele war. Und ganz unbewusst gingen dann ganz viele Gedankenströme alle in dieselbe Richtung: Was ist, wenn er mir was will? Würden mich die Hunde denn überhaupt verteidigen oder lieber mit ihm spielen? Und wenn sie mich verteidigen – wird er ihnen was machen? Und dann habe ich gesagt:

Stopp mal! Den Gedankengang will ich gar nicht.

Ich bin eigentlich ein Mensch, der sehr offen ist und anderen Menschen auch sehr offen und freundlich entgegentritt. Also habe ich gesagt: „Okay. Den Gedankengang möchte ich nicht. “ Ich spürte rein. In mir spürte ich irgendeine Art von Gefahr? Da war nichts. Also habe ich tief durchgeatmet. Der Mann kam immer näher, grinste mich freundlich an, nickte mir freundlich zu und ging dann an uns vorbei.

Punkt.

All das vorher war ein Zug, der losgefahren war, ohne dass ich ihm bewusst das Go gegeben habe. Aber als ich dann merkte, er fuhr, und auch noch in eine Richtung, die sich für mich nicht richtig anfühlte, habe ich gesagt:

Okay. Stopp. Bis hierhin und nicht weiter! Welche anderen Gedanken kann ich denken, die von da weg gehen?

Das Ding ist: Je früher Du merkst, dass der Zug in eine Richtung unterwegs ist, die für Dich nicht gut ist, desto leichter ist es, diesen Zug anzuhalten.

Man sagt, dass es 16 bis 17 Sekunden dauert, bis ein Zug langsam in eine bestimmte Richtung Fahrt aufnimmt. Also „Gedankenzug“ spreche ich jetzt von. Das heißt, nach 16 Sekunden geht er in die Richtung… Wenn Du das dann merkst, kannst Du ganz schnell die Richtung nehmen.

Wenn nochmal 16 Sekunden drauf kommen, also je mehr Zeit der Zug in eine Richtung fährt, desto länger wird der Bremsweg, desto länger dauert es, ihn zum Stillstand zu bringen und ihn dann umdrehen zu lassen. Deswegen:

Achte auf Deine Gedanken! Achte darauf, wo sie hingehen und sieh zu, dass Du sie so schnell wie möglich wieder in die andere Richtung bringst.

Es ist Übungssache. Es ist wirklich einfach Übungssache. Wenn Du mehr dazu lernen möchtest, wie das geht, kann ich Dir meinen Kurs „Stille im Kopf“ empfehlen, auf www.saphiris.net findest Du ihn. Aber jetzt hier zurück.

Wie gesagt, achte auf Deine Gedanken. Frage Dich, das ist nämlich auch ein guter Aspekt:

Frage Dich: „Sind das überhaupt meine Ängste oder habe ich die übernommen?“

Wenn es nicht Deine sind, leg sie ab. Wie das geht, würde ich jetzt den Rahmen sprengen. Ich habe aber auch einen Podcast darüber gemacht.

So kannst Du eine Schicht nach der anderen von Deiner Angst abnehmen. Je mehr Schichten weg sind, desto näher kommt Du dem Kern. Wenn da wirklich Deine Angst dahinter steckt, siehst Du … Du weißt, wenn Du am Kern bist, wenn es Dich total berührt oder wenn Du einfach das Wissen in Dir hast: Das steckt dahinter.

Also wie gesagt: Wenn sich Deine Sachen sind: Schick’s zurück, löse es auf, was auch immer. Wenn es Deins ist, atme durch.

Und der Trick dabei ist, dann einen Blickwinkel zu finden, der Dich wieder in Deine Stärke bringt. Weil Angst heißt: Du hast Deine Macht abgegeben.

Jemand anders hat Macht über Dich. Meistens sind es wirklich nur Gedanken. Sieh‘ zu, dass und wie Du einen anderen Blickwinkel findest. Von diesem anderen Blickwinkel aus sieht das Ganze wieder ganz anders aus und Du siehst andere Wege, um da ‚rauszukommen. Entweder schaffst Du es alleine oder wendest Dich an einen Freund / eine Freundin, die wirklich Dein Bestes im Sinn hat, oder einen Profi. Was auch immer es ist.

Am besten: Du öffnest Dich Deiner inneren Stimme, Deiner Seele, Deinem Bauchgefühl, und schaust, was Du brauchst. Vor allen Dingen Mitgefühl.

Und in diesem Sinne wünsche ich Dir eine wunderschöne, ganz tolle Woche mit ganz ganz viel Mitgefühl und Mut, JA zu Dir zu sagen.

Die Macht der Gedanken.
Categories: Videoimpuls

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