Einführung

Die mentale Gesundheit ist überlebenswichtig. Für mich ist Leben nicht nur ein Hangeln von einem Tag zum anderen, sondern meiner Meinung nach sind wir hier auf der Welt, um ein erfülltes und glückliches Leben zu leben. Ein Leben in Frieden. Das ist für mich persönlich ein mental gesundes Leben.

Durch verschiedene Faktoren ist die mentale Gesundheit der meisten Menschen sehr angeschlagen. Das war bereits lange vor der Pandemie so, die Pandemie hat dies noch verstärkt.

Heute gehe ich auf die Grundlagen mentaler Gesundheit ein.

Laut dem amerikanischen Autor und Brain Coach Jim Kwik beruht ein gutes Gedächtnis, was ein Aspekt mentaler Gesundheit ist, zu einem Drittel auf Biologie und zu zwei Dritteln auf der Art und Weise, wie wir leben.

Diese zehn Punkte gehören dazu:

1. Gesunde Ernährung, die das Gehirn unterstützt


Dazu gehören unter anderem Blaubeeren, Brokkoli, Kurkuma, Avocado, dunkle Schokolade und ausreichend Wasser.

Wasser ist nicht nur für das Gehirn gut, sondern auch für den gesamten Körper. Dabei gilt die Faustregel von 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Gewicht von 74 Kilo wäre die ideale Menge Wasser mindestens 2,22 Liter, oder umgerechnet ca. drei 0,75-Liter-Flaschen.

2. Eliminieren von automatischen negativen Gedanken

Dies ist ein sehr umfassendes Thema, dem ich mich noch intensiver widmen werde. Für den Anfang ist es wichtig zu wissen, dass jeder Gedanke nach ca. 17 Sekunden Fahrt aufnimmt. Du kannst Dir das gut als Zug vorstellen, der langsam anfährt, dann aber mehr und mehr Fahrt aufnimmt.

Gedanken. Iris Ludolf. Friedensberaterin
Wenn er erstmal Fahrt aufgenommen hat, ist es schwer, dort wieder runterzukommen.

Die Züge Deiner Gedanken können in zwei Richtungen fahren: die eine Richtung stärkt und unterstützt Dich, die andere schwächt Dich.

Du kannst Dir Dein Gehirn als Megacomputer vorstellen, der unendlich viel Programmfläche hat. In Deiner Kindheit fanden die ersten Programmierungen statt. Die sind sowas wie passive Fertigkeiten in Videospielen: Du bist Dir ihrer nicht wirklich bewusst, sie steuern aber Dein Leben. Dabei hilft das Retikuläre Aktivierungssystem in Deinem Gehirn mit. Es ist Deine gedankliche Filteranlage: Du erlebst das, was im Außen geschieht durch den Filter Deiner bewussten und unbewussten Programmierungen.

Lass mich das verdeutlichen:

Stelle Dir vor, Du sitzt irgendwo auf dem Land auf einer Bank und beobachtest, wie eine Gans quakend über die Straße läuft. Du siehst, wie eine Art zerstreute Professorin an ihr vorbeiläuft und zur Gans sagt: „Na, da ist so viel Wissen in Dir, was raus möchte. Sprich Dich ruhig aus“. Kurz danach läuft ein junger Mann an ihr vorbei, der auf dem Weg zum Mittagessen ist. Er ruft der Gans zu: „Na, hast Du auch Hunger?“

Beide reagieren auf die Gans durch den bei ihnen gerade aktiven Filter. Dasselbe Phänomen beobachten auch beispielsweise schwangere Frauen, die plötzlich überall andere schwangere Frauen oder Babys sehen.

Auch Glaubenssätze programmieren diesen Filter.

Das gute ist: Du kannst Dein Gehirn neu programmieren. Mehr dazu in späteren Folgen dieser Artikelserie.

3. Sport/Bewegung

Bewegung. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit


Die primäre Aufgabe des Gehirns ist es, Bewegung zu steuern. Von daher ist regelmäßige Bewegung wichtig, um das Gehirn fit zu halten. Eine gute Cardio-Einheit pro Tag ist empfehlenswert (und da reicht es auch schon, etwas schneller an der frischen Luft spazieren zu gehen o. ä.). Aber auch Qigong, Yoga etc. sind sehr gut für Körper und Geist. Eine sehr spezifische Übung, die förderlich für das Gehirn ist, ist das Jonglieren.

4. Nährstoffe/Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzungsmittel. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit

Das Feld der Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel ist groß. Nimm am besten nicht einfach irgendetwas ein, sondern sprich zuerst mit der*dem Heilpraktiker*in Deines Vertrauens darüber, ob und welche gut für Dich wären. Eine Blutuntersuchung wird da Auskunft geben können.

Hier eine kurze Übersicht einiger Mittel, die das Gehirn unterstützen:

Vitamin A: Laut einem Artikel von Jörg Mey der Zeitschrift e-Neuroforum, der hier wiedergegeben wird, ist für die meisten biologischen Funktionen von Vitamin A die Retinsäure (RA) verantwortlich. Im Nervensystem von Erwachsenen hat sie u. a. auch Einfluss darauf, dass neue Nervenverbindungen entstehen können. Sie unterstützt also auch bei Lernprozessen. Vitamin A ist nicht wasser- sondern fettlöslich.

Vitamin B12: Dieses Vitamin hilft nicht nur bei der Entgiftung der Leber, sondern auch bei der Produktion von Neurotransmittern. Es schützt das Nervensystem, unterstützt die Nervenzellen bei ihrer Regeneration und steigert so die Konzentrationsfähigkeit. Vitamin B ist wasserlöslich.

Vitamin E: Vitamin E sorgt unter anderem dafür, dass das Nervensystem funktionsfähig bleibt, die Gehirnzellen geschützt sind und dass das Gehirn mit Sauerstoff versorgt wird. Vitamin E ist nicht wasser- sondern fettlöslich und wird nicht vom Körper selbst hergestellt.

Vitamin D3: In seinem Buch „Erneuere Deinen Körper“, schreibt der amerikanische Arzt und Autor Alberto Villoldo: „Vitamin D3-Mangel wird mit Winterdepression, Diabetes, Demenz und Autoimmunstörungen in Zusammenhang gebracht.“ Vitamin D3 ist nicht wasser- sondern fettlöslich. Achte darauf, dass Du ein Kombipräparat mit K2 nimmst, da Vitamin D die Calciumkonzentration im Blut erhöht. Wenn Vitamin K2 fehlt (das übrigens auch fettlöslich ist), lagert sich das Calcium in den Blutgefäßen ab. Die Aufgabe des K2 ist es, das Calcium zu verwerten, das heißt, es dahin zu transportieren, wo es benötigt wird: zu den Zähnen und Knochen.

Magnesium: Magnesiummangel kann sich u.a. durch ängstliche Anspannung und Schlafstörungen zeigen. Mag. Julia Wild schreibt auf MeinMed.at: „Ein Mangel an Magnesium ist vermutlich häufig mit Schuld an psychischen Problemen wie depressiven Verstimmungen, Depressionen, Unruhe, Reizbarkeit sowie Schlafstörungen. Sogar die Entstehung von Burnout kann aufgrund von fehlendem Magnesium begünstigt werden. Chronischer Stress oder Diabetes sorgen oft für Magnesium-Verlust.“

Kokos- und MCT-Öl: Beide Öle sind erstklassige Brennstoffe für das Gehirn. Das Gehirn kann keine Energie speichern und braucht deswegen ständig Nachschub. Dabei helfen diese Fette, wobei MCT-Öl bis zu 18-mal mehr MCT-Fettsäuren enthalten als Kokosfett.

Nicotinamidribosid: Alberto Villoldo schreibt in dem o.g. Buch: „Nicotinamidribosid ist eine in neuerer Zeit entdeckte natürliche Form des Vitamins B3. Zusammen mit Pterostilben angewendet erhöht es die Konzentration von NAD+ im Gehirn um 40 Prozent, was für eine effizientere Energieerzeugung sorgt. NAD+ nimmt im Alter ab, und es scheint so zu sein, dass unterstützende Gaben von Nicotinamidribosid die Gehirnzellen schützen.

5. Dein Umfeld

Umfeld. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit.


Der amerikanische Autor und Coach Tony Robbins beschreibt es sehr treffend: “Du gleichst Dich den Menschen an, mit denen Du Zeit verbringst.“ Wer sind Deine Mitmenschen? Wie fühlst Du Dich, wenn Du mit ihnen zusammen bist? Fühlst Du Dich gut oder schlecht? Fordern und fördern sie Dich? Und mit fordern meine ich: Helfen Sie Dir dabei, Dich persönlich weiterzuentwickeln?

6. Ordnung

Ordnung. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit.


Man sagt, dass es im Kopf genauso wuselig sei, wie der Ort, an dem man wohnt. Unordnung sorgt für Unruhe und weist auf nicht bearbeitete innere Themen hin. Ein Tipp, der sehr viel ausmacht: Mache Dein Bett nach dem Aufstehen. Lüfte es erst etwas aus, und dann mache Dein Bett. Es ist ein ganz anderes Nachhausekommen, wenn man zu Hause ein gemachtes Bett vorfindet.

7. Schlaf

Schlaf. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit.


Im Schlaf verbinden sich Lang- und Kurzzeitgedächtnis miteinander und Ablagerungen werden abgetragen, die u. a. für Alzheimer und Demenz sorgen können (auch dabei hilft ausreichende Wasserzufuhr). Wenn wir unausgeschlafen sind, können weder unser Gehirn noch unser restlicher Körper 100% geben. Je weniger Schlaf, desto weniger Leistung.

8. Kopfschutz

Kopfschutz. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit.


Trage einen Helm, wenn du einer Tätigkeit nachgehst, die dem Kopf/Gehirn gefährlich werden kann, wie zum Beispiel beim Fahrradfahren.

9. Lernen

Lernen. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit.


Durch das Lernen werden ständig neue Verbindungen im Gehirn gesetzt. Es hält das Gehirn jung. Ganz egal, ob es Sprachen sind, ein neues Hobby, oder Du Kurse zu Themen besuchst, die Dich interessieren: Tue es!

10. Stress-Management

Stress-Management. Iris Ludolf. Friedensberaterin. Mentale Gesundheit.


Wie schädlich Stress ist, brauche ich an dieser Stelle bestimmt nicht näher erläutern. Es gibt verschiedene Arten des Stress-Managements, auf die ich in späteren Artikeln noch eingehen werde. Zwei einfache Tools gebe ich Dir jetzt schon an die Hand:

Atmen: Wenn wir gestresst sind, atmen wir automatisch flacher. Im ersten Schreckmoment halten wir sogar den Atem an. Das Signal an den Körper ist: Flacher Atem = Stress. Im Umkehrschluss können wir dem Körper durch tiefe, ruhige Atemzüge mitteilen, dass wir in Sicherheit und behütet sind, so dass sich der Körper automatisch entspannt. Nimm Dir ein oder zwei Minuten, auch 30 Sekunden helfen bereits, den ersten Stresspegel zu mindern:

Atme für vier Sekunden ein, halte den Atem vier Sekunden lang, atme für fünf bis sechs Sekunden aus und halte wieder den Atem erneut für vier Sekunden an. Wiederhole dies solange, bis Du entspannt bist und wieder von alleine normal atmest.

Gedankenkreisen unterbrechen: Wenn Du merkst, dass Deine eigenen Gedanken Dir Stress bereiten, hole Dich selber aus der Abwärtsspirale, indem Du laut aufzählst, was Du gerade vor Dir siehst. Wenn Du kannst, tue es laut, ansonsten in Gedanken. Zum Beispiel: „Dort an der Wand hängt ein Bild. Auf dem Bild sehe ich eine Sonne, die über einem Mohnfeld scheint. Vögel sehe ich auch. Die Mohnblumen wiegen sich im Wind. Es ist eine weiße Raufasertapete. Das Bild hängt über einem Sideboard. Daneben steht der Fernseher.“ …

Auf die Art und Weise holst Du Dich sehr schnell wieder ins Hier und Jetzt.

Mentale Gesundheit ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Friedensberater. Mehr Info dazu findest Du hier.

Wenn ich Dir bei Deinen Prozessen unterstützen kann, mache einen Termin.

Ich danke Dir für Deine Zeit und wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn Du ihn teilst.

Iris Ludolf | energetisch-systemische Lebenshilfe | Unterschrift

2 Comments

Mentale Gesundheit - Teil II - Kindheit - · 1. September 2022 at 19:29

[…] 1. Gesunde Ernährung, die das Gehirn unterstützt2. Eliminieren von automatischen negativen Gedanken3. Sport/Bewegung4. Nährstoffe/Nahrungsergänzung5. Dein Umfeld6. Ordnung7. Schlaf8. Kopfschutz9. Lernen10. Stress-ManagementDen Artikel findest Du hier. […]

Mentale Gesundheit - Teil III - Resilienz - · 6. November 2022 at 18:56

[…] Im ersten Teil der Artikelserie „Mentale Gesundheit“ ging ich auf die Grundlagen mentaler Gesundheit ein. Den Artikel findest Du hier. […]

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