Du spürst etwas ziemlich deutlich und trotzdem fragst Du erst einmal andere, wie sie die Situation sehen. Manchmal haben wir uns so sehr daran gewöhnt, unsere eigene Wahrnehmung im Außen überprüfen zu lassen, dass uns gar nicht mehr auffällt, wie häufig wir es tun.
Was passiert, wenn andere etwas ganz anderes wahrnehmen als Du? Und wer kann eigentlich beurteilen, was für Dich stimmig ist? Darüber spreche ich in diesem Video.
Vertraust Du Deiner Wahrnehmung?
Vertraust Du Deiner Wahrnehmung? Nimmst Du überhaupt bewusst wahr?
Wahrnehmen tust Du immer, egal, ob Dir das bewusst ist oder nicht. Die Frage ist: Vertraust Du Deiner Wahrnehmung?
Ich leite seit zehn Jahren Aufstellungen. Auch dort merke ich immer wieder und bekomme es von den Menschen zurückgemeldet, dass sie sich in einem solchen Rahmen mehr vertrauen, als wenn sie alleine sind.
Es ist immens wichtig, dass wir uns wieder den Raum geben und uns der Möglichkeit öffnen, dass das, was wir wahrnehmen, seine Richtigkeit hat.
Wenn wir unsere Wahrnehmung bei anderen überprüfen
Aktuell passiert es noch häufig, dass wir unsere Wahrnehmung nach außen geben.
Du fühlst irgendetwas, Du denkst irgendetwas, musst es dann jedoch erst mit drei, vier, fünf, sechs oder sieben Leuten besprechen. Du möchtest wissen, ob sie das Ganze auch so sehen, um für Dich die Bestätigung zu bekommen: Das, was ich wahrnehme, stimmt.
Die anderen können es gar nicht genauso wahrnehmen wie Du.
Zum einen, weil jeder auf einer ganz anderen Frequenz schwingt. Zum anderen hast Du ganz andere Erfahrungen gemacht und bist auf einem ganz anderen Weg als andere Menschen. Jeder ist auf seinem eigenen Weg. Hoffentlich. Das ist das Ziel.
Wenn Du von Deinem Weg abkommst und den Weg anderer Menschen gehst, fühlst Du Dich nicht gut. Und das passiert häufiger, wenn Du der Wahrnehmung anderer mehr vertraust als Deiner eigenen.
Deine Wahrnehmung in zwischenmenschlichen Beziehungen
Das gilt auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Du spürst vielleicht: Irgendetwas stimmt hier nicht. Irgendetwas fühlt sich hier schräg an.
Wenn Du es gewohnt bist, Deiner Wahrnehmung nicht zu vertrauen, ist es für andere Menschen einfacher, Dich zu manipulieren oder für ihre Zwecke einzuspannen.
Ob das bewusst oder unbewusst geschieht, mit bösem Willen oder weil jemand Dein Bestes will, ist dabei völlig egal.
Deswegen ist es so wichtig, Deine Wahrnehmung zu schulen.
Wenn Du sehr viel wahrnimmst
Manche Menschen nehmen immens viel wahr. Dann geht es auch darum, Grenzen zu setzen und zu erkennen:
Was ist meins und was ist nicht meins?
Was nicht Deins ist, braucht nicht in Deinem Feld zu sein.
Wenn Du Dein Feld offen hast, weil Du es gar nicht anders kennst oder weil Du gelernt hast, dass Du keine Grenzen setzen darfst, kann alles und jeder in Dein Feld, in Deinen Bereich hineinkommen. Vielleicht war es irgendwann einmal sogar besser und sicherer für Dich, keine Grenzen zu setzen.
Dann wird es irgendwann ganz schön voll.
Grenzen zu setzen ist deshalb ein wichtiger Bestandteil im Umgang mit Deiner Wahrnehmung, besonders wenn Du sehr viel wahrnimmst.
Setze Deine Wahrnehmung auch für Dich selbst ein
Für Dein eigenes Leben und Deine eigene Entwicklung ist Deine Wahrnehmung wichtig.
Denn durch sie kannst Du wahrnehmen, was Du möchtest und was Deine Wünsche und Bedürfnisse sind. Du kannst erkennen, wo andere Deine Grenzen überschreiten und was sich für Dich stimmig anfühlt.
Aufstellungen sind zum Beispiel ein gutes Übungsfeld für Wahrnehmung. In diesem Rahmen gibst Du Dir selbst die Erlaubnis, wahrzunehmen und Deiner Wahrnehmung zu vertrauen.
Häufig tun wir für andere Menschen mehr oder eher etwas als für uns selbst. Wenn wir unsere Wahrnehmung und unsere Gaben für andere einsetzen, ist das super.
Es ist genauso gut, wenn Du sie für Dich selbst einsetzt.
Lass das einmal sacken.
Und schau, wie Du Deine Wahrnehmung schärfen und ihr wieder mehr vertrauen kannst.

Wenn Du ein Thema vertiefen möchtest, findest Du hier verschiedene
Möglichkeiten. Du kannst Dir persönliche Unterstützung holen,
gemeinsam mit anderen neue Perspektiven entdecken oder in Deinem
eigenen Tempo weiterarbeiten.
Für klare Fragen, belastende Situationen und Momente, in denen
Du wieder ruhiger werden und erkennen möchtest, was jetzt für
Dich dran ist.
Begegnungsraum, Aufstellungen, Gesprächsabende und weitere
Formate, in denen Austausch, neue Blickwinkel und gemeinsames
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Absatz aktualisiert – 01.08.2026
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