Viele Situationen im Alltag wirken auf den ersten Blick unscheinbar.

Und doch passiert es immer wieder, dass wir anders reagieren, als wir es eigentlich wollten.
Etwas in uns übernimmt, ohne dass wir es bewusst steuern.

In diesem Video geht es genau darum.

Ich zeige Dir an einem eigenen Beispiel, warum das passiert und wie Du wieder mehr Klarheit in solche Momente bringen kannst.

Wenn Deine Reaktion Dich im Alltag überrascht

Hallo, ich grüße Dich.

Ich möchte mit Dir heute etwas besprechen, Dir einen anderen Blickwinkel, andere Gedanken mit an die Hand geben.

Und zwar geht es um Alltagssituationen, die Du bestimmt auch kennst. Situationen, in denen Du reagierst und Deine Reaktion Dich selber überrascht. Vielleicht reagierst Du zu heftig, vielleicht gar nicht oder irgendwo dazwischen.

Meine Erfahrung, ganz persönlich und auch in meiner Arbeit als Friedensberaterin, ist: Es liegt oft daran, dass ein innerer Anteil von uns gerade das Ruder unseres Schiffes in die Hand nimmt und den Kurs bestimmt, statt dass wir ihn ganz bewusst selber bestimmen.

Meist sind es innere Kinder in den unterschiedlichsten Altersstufen. Manchmal sind es aber auch ältere Anteile von uns.

Was hinter Deiner Reaktion steckt

Um Dir das ein bisschen zu veranschaulichen, erzähle ich Dir eine kleine Geschichte, die mir vor ein paar Monaten passiert ist.

Ich musste bei einer Behörde anrufen. Das mache ich regelmäßig, fast täglich, und es ist für mich etwas ganz Normales. Ich bin da eigentlich sehr souverän.

An dem Tag, von dem ich erzähle, war ich überhaupt nicht souverän.

Ich habe gemerkt, dass Tränen in mir hochkommen, dass ich nicht gut sprechen konnte und dass da wirklich eine große Überforderung war.

Also habe ich aufgelegt.

Dann habe ich in mich hineingespürt und geschaut, wo das herkommt, warum ich jetzt gerade so reagiert habe.

Und sofort kam mir meine Sechzehnjährige in den Sinn.

Ein Erlebnis, das ich hatte, als ich sechzehn war. Ich musste zu einer Behörde und für mich und jemand anderen etwas klären. Es ging um viel und ich habe Verantwortung getragen, die nicht meine war. Das hat mich total überfordert.

Ich habe es trotzdem gemacht, habe aber nicht das gewünschte Ergebnis erzielt und musste unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen.

Und das hing noch in mir. Das war noch in meinem System.

Die Situation an dem Tag hat meine innere Sechzehnjährige daran erinnert. Sie kam nach vorne und war mit der Situation überfordert.

Deine Reaktion besser verstehen

Ich habe mich hingesetzt und innerlich mit meiner Sechzehnjährigen gesprochen.

Ich habe ihr gesagt:

Spatz, schau mal. Das ist etwas, was ich ständig mache.
Ich weiß, wie ich telefonieren kann.
Ich weiß, was ich sagen muss.
Ich weiß, wie ich es sagen muss.

Ich bin da routiniert drin. Du brauchst gar nichts machen. Du kannst Dich entspannen.

Wenn Du magst, kannst Du mir zugucken und zuhören. Du kannst Dir Dein eigenes Bild machen, Deine eigene Meinung bilden.

Und schau einfach. Es ist nicht Deins. Es ist nicht Deine Verantwortung. Es war es damals nicht und es ist es heute nicht.

Du kannst einfach Du selber sein.

Und ich habe gemerkt, wie ich innerlich ruhiger wurde. Wie ich wieder in meine Souveränität zurückkam.

Ich habe das Telefonat dann noch einmal geführt, ich musste sowieso mit jemand anderem sprechen, und ich war ruhig. Ich konnte mein Anliegen klar vorbringen.

Bewusster mit Deiner Reaktion umgehen

Ich möchte Dich einladen, dass Du das Gleiche machst.

Dass Du Dir bewusst machst, wenn Du in Alltagssituationen reagierst und merkst, dass Du auf Autopilot warst oder den Mut nicht hattest, etwas zu sagen.

Schau in Dich hinein.

Frag Dich:
Wie alt ist der Anteil, der gerade nicht weiß, was er tun soll?
Was braucht er?

Schau hin. Fühl nach. Sprich mit diesem Anteil.

Und mach Dir vor allem immer wieder bewusst, dass Du heute alles hast, was Du brauchst, um mit der Situation umzugehen.

Wenn wir uns überfordert fühlen, liegt es oft daran, dass eine jüngere Version von uns vorne steht oder dass wir unsere eigenen Grenzen nicht achten und immer wieder ja sagen, obwohl längst ein Nein dran wäre.

Achte auf Dich.

Mach Dir bewusst, was Du brauchst. Und gib es Dir.

Dadurch kommst Du immer mehr bei Dir an.

Wenn Du dauerhaft viele Eindrücke von außen hast, nimmst Du Dich selbst nicht mehr wahr und übergehst Dich immer wieder.

Es ist Zeit, wieder zu Dir zurückzukommen.
Auf Dich zu achten.
Auf Deine Bedürfnisse zu achten.
Und für Dich selbst da zu sein.

Das kannst Du.
Mach es Dir wieder bewusst.

Ich wünsche Dir einen richtig schönen Tag, Abend oder Nacht.

Und ich wünsche Dir, dass Du Dich immer öfter wahrnimmst, für Dich da bist und aus diesem Bewusstsein heraus handeln kannst, statt auf Autopilot zu reagieren.

Mein Name ist Iris Ludolf.
Ich bin Friedensberaterin für den Frieden in Dir und in Deinem Leben.

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Iris Ludolf Friedensberatung
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