Wie Veränderung wirklich beginnt
Es gibt Zeiten im Leben, in denen nach außen alles irgendwie funktioniert.
Du kümmerst Dich, Du planst, Du hältst den Laden am Laufen. Andere würden vielleicht sagen: „Sie macht das toll.“
Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen Du abends sitzt, der Tag vorbei ist, und etwas in Dir nur noch müde ist. Nicht nur körperlich, sondern innerlich.
Als wäre Dein Kopf schon lange vor Dir aufgestanden und nie wieder zur Ruhe gekommen.
Vielleicht kannst Du gar nicht genau sagen, was „falsch“ ist. Nur dieses diffuse Gefühl von Unzufriedenheit: So wirklich stimmig fühlt sich das alles nicht an. Und irgendwo dazwischen bist Du selbst – mit Deinen Bedürfnissen, Träumen und Gefühlen.
In solchen Momenten zeigt sich oft etwas in Dir. Oft leise, oft schnell wieder übertönt. Aber sie ist da.
Vom Funktionieren zur Frage nach mir
Lange Zeit habe ich genau diesen leisen Regungen in mir misstraut. Ich hatte ein inneres Bild davon, wie ich zu sein habe: leistungsfähig, zuverlässig, unauffällig, möglichst unerschütterlich.
Mein Kopf war voll mit „So muss das sein“ und gleichzeitig weit weg von dem, was ich eigentlich brauchte.
Ich habe viel gearbeitet, viel organisiert, viel „gehalten“. Ein Teil von mir war froh, dass das Leben dadurch stabiler war, als ich es aus meiner Kindheit kannte. Ein anderer Teil wurde dabei immer stiller.
Im Hintergrund lief eine Frage, die ich mir lange nicht laut sagen wollte:
„So wie es gerade ist, fühlt es sich nicht wirklich schön an. Aber wie soll ich es anders machen?“
Das war der Punkt, an dem mein Kopf schon lange nicht mehr weiterwusste – meine innere Stimme aber langsam lauter wurde. Nicht mit einer großen Antwort. Sondern mit einem ganz einfachen Impuls: Nimm Dir Zeit für Dich. Beschäftige Dich mit Dir selbst.
(Wie sehr mich das Bild der „guten Mutter“ geprägt hat und warum mich die Beziehung zu meinen Kindern damals so beschäftigt hat, habe ich in meinem Muttertagsartikel beschrieben.)
Die ersten Schritte zurück zu mir
Mein Weg zurück zu mir war kein „Jetzt mache ich alles anders“-Moment. Es waren kleine, unscheinbare Schritte:

- Ich bin öfter spazieren gegangen, statt mich noch eine Stunde an den Computer zu setzen.
- Ich habe begonnen zu bemerken, wie angespannt mein Körper eigentlich ist.
- Ich habe Menschen zugehört, die davon gesprochen haben, sich selbst wieder wichtig zu nehmen. Nicht aus Egoismus, sondern aus Verantwortung sich selbst gegenüber.
Damals hätte ich das nicht „meiner inneren Stimme folgen“ genannt. Heute weiß ich: Das waren meine ersten Ja-Momente zu mir. Kleine Akte von Selbstrespekt, bevor ich überhaupt von Selbstliebe sprechen konnte.
Je mehr ich diese Mini-Impulse ernst genommen habe, desto spürbarer wurde etwas in mir: Da ist ein Wissen in mir, dem ich vertrauen kann.
Ein einfaches Werkzeug: das Körperpendel
Auf diesem Weg hat mir ein sehr schlichtes, aber kraftvolles Werkzeug geholfen: das Körperpendel.
Es ist eine Möglichkeit, Dich und Deine innere Reaktion bewusster wahrzunehmen – gerade dann, wenn der Kopf laut ist oder Dir jedes Gefühl „zu viel“ erscheint.
So kannst Du es ausprobieren:
- Stelle Dich aufrecht hin, die Füße etwa hüftbreit.
- Atme ein paar Mal ruhig ein und aus. Lass Deine Schultern sinken.
- Formuliere eine einfache Ja /Nein Frage, zum Beispiel:
„Heiße ich [Dein Name]?“ - Warte einen Augenblick und nimm wahr, ob Dein Körper sanft nach vorne (Ja) oder nach hinten (Nein) schwingt.
- Wenn nichts passiert, formuliere die Frage konkreter – oder versuche es später nochmal.
Es geht dabei nicht darum, „magische“ Antworten zu bekommen. Es geht darum, wieder zu erleben: Mein Körper reagiert. Ich nehme etwas wahr. Ich darf dieser Wahrnehmung Schritt für Schritt mehr Vertrauen schenken.
Fragen an Dich
Vielleicht magst Du Dir heute einen Moment Zeit nehmen und in Dich hineinspüren:
- Welche leisen Sätze tauchen in Dir auf, wenn Du einmal für ein paar Minuten still wirst?
- Auf einer Skala von 0 bis 10: Wie verbunden fühlst Du Dich im Moment mit Deinem Bauchgefühl – spontan, ohne viel Nachdenken?
- Welcher ganz kleine Schritt könnte heute ein Ja zu Dir sein? Ein Atemzug am offenen Fenster, ein kurzer Spaziergang, fünf Minuten mit der Hand auf Deinem Herzen oder ein Versuch mit dem Körperpendel?
Du musst nicht wissen, wie der ganze Weg aussieht. Es reicht, wenn Du anfängst, Deine innere Stimme wieder ernst zu nehmen. Der Rest darf sich zeigen.
Wie daraus Frieden im Kopf entstand
Heute ist mir bewusst, dass mir damals nicht noch mehr Disziplin oder noch mehr Anstrengung fehlte. Mir fehlte vor allem Bewusstsein für mich selbst.
Genau darum ging es in diesem Artikel und auch im ersten Modul von Frieden im Kopf:
die eigene innere Stimme und das eigene Bauchgefühl überhaupt wieder wahrzunehmen, statt einfach nur weiterzufunktionieren.
Im Kurs Frieden im Kopf gebe ich in jedem einzelnen Modul die Erfahrungen, Fragen, Tools und Impulse weiter, die mir auf meinem eigenen Weg geholfen haben.
Damit das für Dich noch greifbarer wird, werde ich in den nächsten Wochen zeigen, wie einzelne Erfahrungen, Fragen und Erkenntnisse aus meinem Leben später zu den Modulen und Inhalten von Frieden im Kopf geworden sind.
Im nächsten Artikel werde ich darüber schreiben, warum ich viele Jahre kaum noch wahrgenommen habe, was eigentlich in mir und um mich herum geschieht. Und warum ausgerechnet eine sehr ungewöhnliche Erfahrung in unserem Haus begann, daran etwas zu verändern.
Online-Kurs „Frieden im Kopf“
Wenn Du beim Lesen spürst: „Ja, genau da stehe ich. Ich funktioniere, denke voraus, bin für andere da – und innerlich bin ich müde“, dann kann der Kurs „Frieden im Kopf“
eine gute Begleitung für Dich sein.
In diesen sechs Monaten:
- lernst Du Schritt für Schritt, mit Deinen Gedanken bewusster umzugehen und innerlich ruhiger zu werden,
- lernst Du, Dich selbst und Deine Gedanken besser zu verstehen,
- entdeckst Du Wege, Dich im Alltag innerlich zu beruhigen,
- und entwickelst einen bewussteren und freundlicheren Umgang mit Dir selbst – in Deinem Tempo und in einem geschützten Rahmen.
Der Kurs ist besonders dann passend für Dich, wenn Du merkst,
- dass Dein Kopf oft schneller ist als Dein Körper,
- dass Dich Grübeln und Gedankenschleifen ermüden,
- dass Du funktionieren kannst – aber innerlich erschöpft bist,
- und Du Dir einen Alltag wünschst, der sich ruhiger, klarer und verbundener anfühlt.
Der nächste Durchgang startet am 1. Juli und geht bis Dezember 2026.
Du bekommst mein Buch „Frieden im Kopf“
per Post, monatliche Module als E Book und Audio, Reflexionsbegleiter, 13 Online Treffen (inklusive Aufzeichnungen) und eine geschützte Gruppe für Austausch.
Für die ersten 21 Anmeldungen ist zusätzlich eine 1:1 Sitzung mit mir enthalten.
Der Frühbucherpreis liegt bei 333 € bis zum 10. Juni, danach 399 €; Ratenzahlung ist möglich.
Alle Infos und die Anmeldung findest Du hier: https://anderegedanken.de/frieden-im-kopf-der-online-kurs/
Mögest Du wieder immer öfter Ja zu Dir sagen, das wünsche ich Dir.
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