Die ersten bewussten Worte an mich selbst

Vor Jahren, als ich begonnen hatte, mich mir selbst wieder zuzuwenden, gewöhnte ich mir an, mir morgens ganz bewusst bestimmte Sätze zu sagen, während ich mir selbst im Spiegel in die Augen schaute;

„Ich bin authentisch ich.“
„Ich sage ja, wenn ich ja meine.“
„Ich spreche meine Wahrheit und lebe meinen Rhythmus.“

Damals begann ich bewusst mit Affirmationen zu arbeiten, um mein Denken Schritt für Schritt zu verändern und mich innerlich neu auszurichten. Und je öfter ich diese Sätze sagte und je öfter ich begann, danach zu handeln, desto mehr spürte ich die Wahrheit darin.

Wie Selbstgespräche mein inneres Erleben verändert haben

Mit der Zeit merkte ich, dass sich dadurch auch mein inneres Erleben veränderte. Ich achtete bewusster darauf, wie ich mit mir sprach. Wie ich über mich dachte. Welche Worte ich innerlich benutzte.

Ich begann wahrzunehmen, wie stark Worte auf mein inneres Erleben wirken:

Wie spreche ich eigentlich mit mir?
Mache ich mich innerlich klein oder groß?
Spreche ich mir Mut zu oder übe ich Druck auf mich aus?
Bin ich liebevoll mit mir oder hart?

Damals entstand nach und nach das, was später Teil der Anerkennungskaskade in Frieden im Kopf wurde.

„Ich gehe und stehe für mich gerade.“
„Ich bin liebevoll und sanft zu mir und meiner Umwelt und achte darauf, wie ich mit mir und über mich und andere rede.“
„Ich benutze immer öfter Worte der Ermutigung und der Ermächtigung, die mich und andere groß machen und mich, bzw. sie dabei unterstützen, unser höchstes Potenzial zu leben.“

Diese Sätze begleiteten mich über längere Zeit sehr bewusst. Nicht nur morgens. Auch im Alltag. Immer dann, wenn ich merkte, dass ich wieder begann, mich selbst kleinzumachen, mich unter Druck zu setzen oder mich von mir selbst zu entfernen.

Gefühle verändern sich mit unserer inneren Sprache

Je bewusster ich mit meiner inneren Sprache wurde, desto bewusster wurde ich auch für meine Gefühle.

Denn Gefühle entstehen nicht nur durch das, was wir erleben. Sie werden auch davon beeinflusst, wie wir innerlich mit uns selbst umgehen.

Genau darum geht es später auch im vierten Modul von Frieden im KopfVorschau.

Dort beschäftigen wir uns damit, Gefühle bewusster wahrzunehmen, sie besser einzuordnen und einen gesünderen Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Denn Gefühle verschwinden nicht dadurch, dass wir sie wegdrücken. Häufig verändern sie sich dann, wenn wir beginnen, bewusster mit uns selbst umzugehen.

Fragen an Dich

Vielleicht magst Du heute einmal beobachten:

Wie sprichst Du innerlich eigentlich mit Dir selbst?

Und welche Worte würden Dich eher stärken als schwächen?


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Absatz aktualisiert – 20.05.2026


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