Der Videoimpuls für die Woche vom 29. Juli bis 4. August 2019 dreht sich um das Thema Herausforderung.

Ich war heute morgen mit meinen Hunden spazieren.

Einer der Hunde ist Floh. Ein ganz lieber, netter sechsjähriger Hund, der allerdings Angst hat, wenn es donnert oder wenn es sich so ähnlich anhört wie Donner.

Wir waren heute draußen und er muss irgendwas gehört haben und war auf einmal total verschreckt und wollte wieder nach Hause, so dass ich ihn halt an der Leine gelassen habe.

Er schaute mich die ganze Zeit an, als wollte er sagen: „Ich will nach Hause, müssen wir jetzt wirklich gassigehen?“ Ich habe ihn an der Leine gelassen. Ja, er musste gassigehen, auf Toilette kann er noch nicht. 🙂 Und wir liefen.

Kasa ist ein anderer Hund, der mit dabei war. Ein Jahr alt, total verspielt, total süß, so ein kleiner Schnauzermix. Sie wollte spielen. Ihr war das egal, oder sie hat nichts gehört, oder wie gesagt, ihr war es egal. Sie wollte unbedingt mit Floh spielen.

Also kam sie immer auf Floh zu, rempelte ihn ein bisschen an, von wegen: „Ich will spielen!“ Und Floh dachte sich: „Lass mich in Ruhe!“ und hat sich nichts anmerken lassen Er war nur stockesteif und lief halt so stockesteif weiter. Kasa war das egal. Sie kam wieder an und sagte: „Ich will spielen!“ Er reagierte nicht, sie wurde immer wilder und kniff ihn so ein bisschen in die Flanken: „Spiel jetzt!“.

Das mochte Floh dann überhaupt nicht und kniff dann zurück und so entstand dann das Spiel. Und aus Flohs Schwanz, der verängstigt herunterhing, wurde wieder der Ringelschwanz.

Und man sah ihm an, wie entspannt er wurde. Wie sehr ihn das von seinen Gedanken, von seiner Angst abgelenkt hat.

Und das ist genau das, wofür wir uns öffnen dürfen:

Wenn wir in unserem Kopfkino sind, brauchen wir so eine Herausforderung, wie Kasa es für Floh war.

Jemand, der immer wieder ankommt und uns immer wieder pikst und sagt: „Hey! Komm da mal raus! Ich will da aber jetzt was ganz anderes machen!“ Denn so kommst Du da raus!

Wenn Du die ganze Zeit in diesem Kopfkino bleibst und steckst kann sich nichts ändern. Es ist wie ein Hamsterrad: Es kommt nichts Neues rein.

Wenn jemand kommt und Dich aus diesem Hamsterrad rauspuscht oder es einfach mal anhält, so dass Du stolperst und rausfällst – das ist genau das, was Du brauchst!

Ganz egal, wie viele blaue Flecken Du Dir dabei holst! Du musst aus diesem Hamsterrad raus!

Also lass Dich ablenken!

Wenn Du Herausforderungen siehst – etwas, was sich für Dich wie eine Herausforderung anfühlt, ist es auch!

Es ist da und fordert Dich heraus, aus der Situation, in der Du gerade feststeckst und glaubst, nicht rauszukommen, wieder rauszukommen. Öffne Dich dafür!

Die nächste Herausforderung, die Du siehst, schau mal hin! Nicht mit dem Gedanken: „Boah, was ist das denn schon wieder?“ Und: „Ich will nicht!“ Mach Dich nicht noch mehr zu, als Du eh schon bist, sondern atme mal aus und denke mal:

„Okay, wenn das so eine Herausforderung ist, was passiert, wenn ich mich dafür öffne?“

Floh war wirklich sehr viel entspannter und rannte dann über die Wiese und spielte mit Kasa.

Ich wünsche mir für Dich, dass Du im übertragenen Sinne auch wieder über die Wiesen rennst, entspannt bist. Und mit dieser Entspanntheit das, was Du als Problem siehst, als Trittbrett siehst, um weiterzukommen. Nicht als Schranke, als Herausforderung, die Dich nicht weiterbringt, sondern gerade das ist, worauf Du Dich stellen kannst, um das zu überkommen, was für Dich momentan als unüberwindbar erscheint. Das wünsche ich Dir!

Iris Ludolf | energetisch-systemische Lebenshilfe

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