Die vorletzte Woche hatte es in sich! Bei den meisten Menschen, mit denen ich sprach, wurden ihre tiefsten Themen getriggert. Bei mir auch. Es war alles andere als gemütlich. Ich wechselte zwischen totaler innerer Unruhe und depressiven Phasen, in denen ich „auf Sparflamme lief“. Zwischendrin funktionierte ich einfach.

Es gab vieles, was mir in dieser Zeit half, bei mir zu bleiben. Es waren Freunde und Familie, die mir mit Rat, Tat sowie offenen Ohren und einem offenen Herzen zur Seite standen. Und es war dieses innere Wissen, dass dies ein Nadelöhr ist, eine Phase. Das Wissen, dass ich getragen werde. Das Wissen, dass das Leben, das Universum, dass Gott immer an meiner Seite ist.

Klopfen als Erste Hilfe

Und genau in dieser Zeit hatte ich den Impuls, mich wieder mehr mit dem sogenannten „Klopfen“, auch EFT (Emotional Freedom Technique) oder Tapping genannt, zu beschäftigen.

Noch bevor ich überhaupt bewusst „auf meinem Weg“ war, bin ich 2013 auf eine Technik aufmerksam geworden, die ganz alltagstauglich in den unterschiedlichsten Situationen hilft. Egal, ob bei Rückenschmerzen, Bluthochdruck oder PTBS, in emotional aufgeladenen Situationen oder um in überfordernden Situationen Klarheit zu erlangen und Zusammenhänge zu erkennen.

Es ist, neben dem tiefen Atmen, die beste Erste-Hilfe-Maßnahme.

Was das Klopfen mit dem Nervensystem zu tun hat

Ein Aspekt, der unterschwellig immer da war, der mir jetzt aber erst so richtig bewusst wurde, ist, wie ich das Klopfen nutzen kann, um den aktuellen Zustand meines Nervensystems zu beeinflussen.

Mir war nämlich aufgefallen, dass der Zustand meines Nervensystems letzte Woche sehr schwankte. Wenn ich mir seinen Zustand auf einer ganz persönlichen Skala von 0 bis 100 vorstellte, war es entweder bei 100 – also total am Anschlag und ich innerlich sehr unruhig, oder es dümpelte bei 10-15 und ich war eher lethargisch.

„Es geht nicht“ oder „Ich will gerade nicht“?

Als ich bei 100 war, war ich zu unruhig fürs Klopfen, bzw. habe mir nicht die Zeit genommen, sprich: mich dagegen entschieden, durch das Klopfen meine Unruhe abzubauen.

Denn das ist auch ein sehr wichtiger Punkt: Wir sind sehr schnell darin zu sagen: „Es geht nicht.“ Und es gibt immer Gründe, warum es nicht geht. Wenn Du Deine Situation verändern willst, musst Du die Verantwortung für Dein Leben übernehmen. Und dann gibt es kein automatisches „Es geht nicht“ mehr, sondern ein bewusstes: „Nein, ich will jetzt nicht. Ich entscheide mich gerade dafür, nichts an meiner Unruhe zu verändern.“

Und das ist auch okay. Solange Du offen bist, dass sich Deine Einstellung in absehbarer Zeit ändert und Du wieder die Verantwortung für Dein Wohlergehen in Deine eigenen Hände legst.

Das habe ich letzte Woche auch getan. Und so war ich offen, das zu lernen, was sich mir diese Woche zeigen wollte:

Wo befindet sich mein Nervensystem gerade?

Ich habe gelernt, wahrzunehmen und mir bewusst zu machen, wo sich mein Nervensystem gerade befindet.

Wenn es sich zwischen 40 und 60 befindet, geht es mir gut. Ich habe weiten Raum in mir, ich bin kreativ, ich kann ich sein.
Wenn es drüber ist, werde ich unruhig, es wird enger und ich stelle mein Alltagssystem auf „Funktionieren“ um. Ich esse mehr, unbewusst, um das Nervensystem zu „beschweren“, es zu verlangsamen.
Fällt es unter 40, geht mein Leben auf Sparflamme. Teilweise funktioniere ich auch dann noch, meistens „vegetiere“ ich aber eher: fernsehen, am Handy scrollen oder spielen und schlafen.

Selbstwirksamkeit beginnt mit einer Entscheidung

Ich habe in dieser Woche den Punkt gefunden, an dem ich bereit war, mich bewusst immer öfter und immer wieder für mich und mein Wohlergehen zu entscheiden.

Und so achte ich jetzt immer öfter darauf, wo sich mein Nervensystem gerade aufhält und nutze das Klopfen ganz bewusst, um mich selbst zu regulieren.

Hier das Video, das ich dazu gemacht habe:

Und genau daraus ist eine Idee entstanden.

Ab morgen, dem 20. Juli, möchte ich zwölf Tage lang gemeinsam mit Dir genau das üben: innehalten und bewusst wahrnehmen, wo sich Dein Nervensystem gerade befindet.

Wo stehst Du auf Deiner ganz persönlichen Skala von 0 bis 100? Bist Du in einem Bereich, in dem Du Dich wohlfühlst, Raum in Dir hast und gut bei Dir bist? Bist Du gerade weit oben, unruhig und angespannt? Oder bist Du auf Sparflamme gerutscht?

Wir treffen uns jeden Abend online, nehmen bewusst wahr, wo sich unser Nervensystem gerade befindet, und klopfen dann ein paar Runden.

Zwölf Tage lang. Damit es für Dich immer selbstverständlicher wird, wahrzunehmen, wo Du gerade stehst und bewusst etwas für Dich und Dein Nervensystem zu tun.

Jeden Abend um 20 Uhr veröffentliche ich auf meinen Kanälen ein Video und wir klopfen gemeinsam. Wenn dabei Fragen auftauchen, kannst Du sie mir stellen und ich beantworte sie beim nächsten Mal.

Du brauchst Dich nicht anzumelden. Sei einfach dabei. Wir starten am 20. Juli.

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Dadurch sind wir nicht nur entspannter und können wieder für uns selbst und das Leben da sein, das wir für uns kreieren und leben möchten. Wir erleben auch ganz bewusst unsere Selbstwirksamkeit. Wir können etwas tun. Wir haben Möglichkeiten, unsere Situation und unsere Gefühle zu beeinflussen.

Ich freue mich, wenn Du mitmachst!

Wenn Dich das Thema Klopfen interessiert, hier ist meine YouTube-Playlist mit allen Videos, die ich bislang zum Thema Klopfen aufgenommen habe, darunter das Video, das ich vor Jahren gemacht habe und das zeigt, wie Klopfen bei Bluthochdruck hilft. Du findest die Videos hier:

Ich würde mich freuen, wenn Du Deine Erfahrungen mit dem Klopfen mit uns teilen würdest.

Mögest Du Dir immer bewusster machen, dass Du zu mehr in der Lage bist, als Du Dir aktuell selbst noch zutraust, das wünsche ich Dir.


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